königliche Hochzeitsmahl | Jens
Shownotes
Bibeltext: Matthäus 22,2-10
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00:00:00: Ich habe jetzt die große Ehre, euch in das Gleichnis für den Sonntag heute mitzunehmen.
00:00:09: Und zum Anfang, dass man wisse über was man redet, möchte ich das gleich nicht erst mal vorlesen.
00:00:17: Ich glaube wir haben es auch als Folie?
00:00:20: Genau!
00:00:22: Das Gleichnis steht in Matthäus XXII, Vers.
00:00:27: II bis X. Mit Gottes himmlischen Reich ist es wie mit einem König, der für seinen Sohn ein großes Hochzeitsfest vorbereitete.
00:00:39: Viele wurden zu der Feier eingeladen.
00:00:42: Als alles fertig war schickte der König seine Diener um die Gäste zum Fest zu bitten.
00:00:48: Aber keiner wollte kommen.
00:00:51: Da schickten er andere Dienern und ließ die Eingeladenen nochmals ausrichten.
00:00:58: Es ist alles fertig.
00:00:59: Die Ochsen- und Mastkälber sind geschlachtet.
00:01:01: das fest kann beginnen kommt doch zur Hochzeit.
00:01:06: Aber den geladenen Gästen war das
00:01:09: gleichgültig.".
00:01:11: Sie gingen weiter ihre Arbeit nach, der eine hatte auf dem Feld zu tun und der andere im Geschäft.
00:01:17: Einige wurden sogar handgreiflich mishandelten und töteten die Diener des Königs.
00:01:24: Da wurde der König sehr zornig!
00:01:26: Er sandte seine Truppen aus, ließ die Mörder umbringen und ihre Stadt in Brand stecken.
00:01:33: Dann sagte er zu seinen Dienern Die Hochzeitsfeier ist vorbereitet, aber die geladenen Gäste waren es nicht wert an diesem Fest teilzunehmen.
00:01:43: Geht jetzt auf die Landstraßen und ladet alle ein, die euch über den Weg laufen.
00:01:49: Das taten die Boden und brachten alle mit, die sie fanden Böse und gute Menschen.
00:01:57: So fühlte sich der Festzahl mit Gästen Das Gleiche ist, habe ich mir nicht ausgesucht.
00:02:09: Wenn ich mir eins hätte aussuchen dürfen wäre es sicher ein anderes geworden.
00:02:15: und als ich mich damit beschäftigt hab, habe auch gemerkt ja da kann man sich dran reiben Und das Schöne war.
00:02:28: aber als wir in der Vorbereitung waren für das Sommerprogramm hat Janik mit uns so eine Einführung gemacht Und uns so ein bisschen nochmal dran erinnert und auch seine Perspektive aufgezeigt, wie man gut an einen Impuls über den Gleichnis rangehen kann.
00:02:52: Was man machen kann, was man aber nicht machen muss.
00:02:59: Das kam mir in meinem demütigen Herzen sehr... zuvor, weil so vor Menschen zu stehen mit der Einstellung.
00:03:11: Ich weiß jetzt genau was in der Bibelstelle gemeint ist wie das jetzt auf unserer Zeit übertragen ist und was du in deinem Leben damit anfangen sollst geht mir das ein bisschen entgegen.
00:03:25: Gleichzeitig möchte ich euch trotzdem meine Perspektive auf das Gleichnis mitgeben was stolper Steine darin sein könnten.
00:03:43: Es gibt ja im Prinzip so zwei Herangehensweisen, wie ich sowas betrachten kann.
00:03:51: Das eine wäre, ich nehme mir den Text, lese die Wörter durch und guck, was das genauso wie es da steht für eine Bedeutung haben kann.
00:04:06: Und da kann ich dann auf einmal ganz viele Vergleichig draus ziehen.
00:04:11: Zum Beispiel der König in einem Gleichnis, das könnte ein gutes Bild für Gott sein.
00:04:17: Der Sohn des Königs kann sehr gutes Bild für Jesus Christus sein.
00:04:23: Die geladenen Gäste könnte man als Volk Israel interpretieren dass sich dann wiederum von dem König also Gott abwendet und die So die Konsequenz daraus, also die Zerstörung und in Brandsetzung der Stadt könnte man so als Zerstörung Jerusalems deuten.
00:04:50: Und am Schluss dann die Einladungen aller ausgestoßenen und guten und schlechten Menschen als das Heilsangebot von Gott für uns mit der Konsequent wenn ich das so sehe dass dieses Heilsangebot wie von den Israeliten, wenn ich es jetzt mal als solcher Interpretierer auch abgelehnt werden kann und dadurch ernsthafte Konsequenzen hat zum Beispiel dass ich vom König erschlagen werde weil ich nicht zu seiner Hochzeit gekommen bin sehr vereinfacht rausgedrückt.
00:05:40: Also so ein Bild für... Ich sitze nicht mit dem König am Tisch Und daraus, finde ich, zeigt für mich direkt so eine ganz große Gefahr wenn man ein Gleichnis wie dieses sehr bildlich übersetzt und nur auf das hört was sagt der Text direkt aus.
00:06:10: Weil wenn ich das so nehme zu anderen Stellen in der Bibel kann ich mir sehr schnell Stolpersteine in meiner Logik aufbauen.
00:06:24: Dann entdecke ich da Widersprüche, wo Aussagen nicht so gut zusammenpassen und dann wird es für mich ganz schnell bröckelig, indem was das Gleichnis für mich bedeutet.
00:06:40: So zum Beispiel – was ist denn wenn ich mich von Gott entferne?
00:06:46: Kann ich dann den Fokus soweit verlieren, dass mir kein Heil mehr gewiss ist.
00:06:53: Und allein deshalb finde ich es super wichtig Texte nicht immer so zu lesen als würden sie die heutige Zeit genauso beschreiben weil der Text ist vor zwei tausend ungefähr Jahren geschrieben worden und keiner wusste damals wie unsere Gesellschaft heute funktioniert.
00:07:15: unsere Gesellschaft funktioniert nach ganz anderen Paradigmen heute, wie es damals war.
00:07:24: Natürlich gab's auch damals Leute in Machtpositionen genauso wie heute und Leute die unterdrückt werden aber es funktioniert einfach anders.
00:07:40: wenn man nach diesem System nur arbeitet dann könnte man jeden Klassiker der Weltliteratur nehmen und kann sich da irgendwas Schönes rauslesen, was zum eigenen Weltbild passt.
00:07:55: Was dazu passt wie ich denke dass wir unser Leben jetzt lesen leben sollten um daraus Schlüsse zu ziehen warum Dinge heute gut sind oder vielleicht schlecht sind.
00:08:11: Deshalb wollte ich euch ein bisschen mit reinnehmen über darüber, wie ich jetzt an diesen Text herangegangen bin.
00:08:22: Und zwar habe ich versucht so ein bisschen die Unterschiede der also die Stellung der Person zueinander rauszuarbeiten und zu schauen.
00:08:41: wer tut aus welcher Position was und warum tut das?
00:08:45: Wo sehe ich mich da drin Und was bedeutet das?
00:08:52: Dazu ist vielleicht ein bisschen interessant, sich nochmal vor Augen zu führen.
00:08:58: Es geht in Gleichnis um eine königliche Hochzeit.
00:09:03: Das ist politisch gerade zu der Zeit ein extrem aufgeladenes Ereignis, was einfach einen massiven Stellenwert hat.
00:09:16: eigentlich die höchst angesehene Person im Staat und die heiratet, und die lädt ein.
00:09:22: Und allein zu sagen, boah, keine Lust kann ich nicht, habe was zu tun auf dem Feld muss noch gehackt werden das kannst du schon als politischen Ungehorsamdeuten.
00:09:35: Das ist eine grobe Ablehnung der Herrschaftspositionen der anderen Personen.
00:09:46: Allein sich das vor Augen zu halten, finde ich bestätigt auch nochmal so das was ich vorher gesagt habe.
00:09:54: Wenn jetzt vergleichsweise heute unser Bundespräsident heiratet und uns alle einlädt nach Berlin auf Schloss Bellevue eine große Party Ich glaube der wäre keinem böse wenn er nicht kommt.
00:10:10: Und ich finde es ganz gut so weil wir in einem anderen Herrschaftssystem leben, weil wir ein anderes Verständnis von wer es wem gegenüber wie gestellt haben.
00:10:27: Außerdem muss man sich vor Augen führen dass die Einladung am Schluss zum Gleichen ist wo der König sagt holt alle von den Straßen ob gut oder schlecht.
00:10:46: das ist an sich genauso ein sehr revolutionärer Akt, weil da die herrschenden Verhältnisse so ganz umgekehrt werden.
00:11:00: Leute ausgestoßen sind, die eher am Rand der Gesellschaft stehen, die nix in höheren Kreisen zu suchen hatten in der Zeit, werden jetzt radikal inkludiert und außerdem was ich schon angerissen habe das extreme Machtgefälle.
00:11:24: Also wir haben hier einen König.
00:11:27: Wir haben ein Sohn des Königs, dann haben wir noch die reiche Gesellschaft nenne ich sie jetzt mal und wir haben die Ausgestoßenen.
00:11:43: Das sind sehr verschiedene Stellungen und das im Hinterkopf zu behalten gibt, wenn ich mich versuche in diese Person reinzufühlen.
00:11:56: Schon eine sehr gute Perspektive daraus warum Menschen wie handeln und Ich habe jetzt das probiert Aus drei verschiedenen Positionen nämlich genau aus diesen positionen Einmal mir anzugucken.
00:12:12: so was ist Wenn ich aus der perspektive des Königs auf die Situation schaue.
00:12:21: Was ist, wenn ich aus der Perspektive der Radie die Einladung ablehne?
00:12:26: Auf diese Situation schauen?
00:12:28: und was ist, Wenn ich aus dieser Perspektiv der Ausgestoßenden auf diese Situation schau?
00:12:33: Und so unterschiedlich kann dann schon das Ergebnis sein.
00:12:37: also Das das kann schon bei viel einfacheren sein.
00:12:41: wenn Ich mich umdrehe und die Wand hier angucke Dann weiß ich auch aus der Erfahrung weil ich schon mit vielen Leuten geredet habe Der eine sagt, das passt saugut irgendwie zum Style hier von der Räumlichkeit.
00:12:55: Der nächste sagt, warum habt ihr denn eure Arbeit nicht fertig geschafft?
00:12:57: Das sieht aus wie Kraut und Rübe da pröggelt der Putz sind noch Tapetenreste.
00:13:06: Und ein anderer sagt wieder war es mir ganz egal, wie den Raum aussieht.
00:13:10: Hauptsache dass was drin passiert ist gut.
00:13:15: Das heißt, egal auf welchem Niveau wir an die Sache ran gehen Perspektive Super wichtig.
00:13:24: So, wenn wir uns jetzt anstelle das Königsstellen also seine Perspektive einnehmen dann habe ich mir so überlegt aus seiner Perspektiv hat er einen Angebot gegeben und das Angebot wurde abgelehnt.
00:13:54: und er hat dadurch warum auch immer er jetzt an der Position ist wie er.
00:14:01: Das hat ihn auf eine Art verletzt.
00:14:03: Und trotzdem ist die Konsequenz seines Handels daraus, dass er sagt ich gehe jetzt radikal runter in meiner Unterscheidung der Menschen und lad genau die ein, die am wenigsten eingeladen werden.
00:14:24: das heißt er erbricht soziale Konventionen auf er bricht ungerecht Behandlungen von von schwächergestellten Personen, von Minderheiten auf und ja und rebelliert so obwohl er eigentlich die höchste Person in seiner Gesellschaft ist gegen bestehende Verhältnisse.
00:14:53: Die einfach nicht gut sind, die ungerecht sind.
00:14:57: Ich kann mich aber genauso anstelle von den Personen stellen die Einladung bekommen haben und abgelehnt haben.
00:15:10: Wenn ich mich da hinstelle, dann kann ich so überlegen, okay, ich bekomme in meinem Leben ... Ich habe ganz viele Möglichkeiten, ich hab ganz viele Angebote, die ich annehmen oder ablegen kann.
00:15:27: Und genauso ist es auch mit meiner Beziehung zu Gott.
00:15:34: Gott lädt uns ein, bei ihm zu sein Und ich kann das annehmen, ich kann Zeit mit ihm verbringen.
00:15:43: Ich kann mein ganzes Leben ihm verschreiben und ich kann Tag und Nacht alles was ich tue an ihm ausrichten.
00:15:54: Aber auch genauso gut andere Dinge tun.
00:15:57: Ich kan andere Dinge mir zur Priorität machen.
00:16:03: Das hat so direkt erstmal keine... keine Konsequenz darauf, wie ich mein Leben führe.
00:16:16: Aber es hängt am Ende von der Entscheidung von uns ab!
00:16:22: Die Einladung ist da und wenn wir sie ausschlagen dann hat das erst mal nur zur Konsequentz dass wir nicht die Nähe zu Gott haben, die wir vielleicht haben könnten oder die Gott zu uns haben möchte.
00:16:42: Ich kann mich aber auch noch anstelle der ausgegrenzten Person stellen die später eingeladen werden.
00:16:52: Und das ist vielleicht für den guten, wie nennt man es Mittelstandsdeutschen?
00:17:00: Vielleicht gar nicht so einfach sich vorzustellen, wie's is ausgeränzt zu sein und nicht in der Gesellschaft inkludiert zu sein.
00:17:12: aber im Kleinen gibt´s auch für jeden einzelnen von uns immer wieder Situationen wo wir uns ausgeschlossen fühlen Und ich finde da eigentlich eine ermutigende Botschaft drin, sowas auszuhalten.
00:17:34: Nicht in die Knie zu gehen wenn ich gegenwind bekomme und auch nicht direkt mich von Gott zu entfernen oder Gott die Schuld dafür zu geben dass mir gerade schlecht geht sondern an dem, was ich glaube und an meinen Überzeugungen festhalte.
00:17:55: Und ja irgendwann vielleicht den großen Tiedel entgegenlauf weil das große Ziel dann irgendwann sehe, weil mich der König dann irgendwann zum Fest mal einlädt.
00:18:11: Das ist da es viel vielleicht drin.
00:18:14: wir wissen's nie genau.
00:18:17: keiner war im Himmel und ist noch einmal zurück gekommen außer Jesus und er hat auch nur davon erzählt.
00:18:24: Am Ende müssen wir jetzt glauben.
00:18:28: Aber ich finde es eine schöne Ermutigung, gerade wenn wir uns jetzt wieder so Zeiten nähern wo ganz viele Leute in verschiedenen Teilen der Welt ganz stark unterdrückt werden auch nochmal Hoffnung zu haben dass ja das Unterdrück sein per se nicht heißt dass Gott weg ist.
00:18:59: für Nach dem letzten Lied, wenn ihr hinten noch eine Tasse Kaffee trinkt oder so, habe ich noch eine Frage die ihr mit in eure Gesprächen nehmen könnt.
00:19:14: Die ihr aber auch mitnehmen könnt in eurer Woche und mal darüber signieren könnt.
00:19:20: und zwar versucht man jetzt anhand dieses Gleichen ist es eine Perspektive einzunehmen und versucht vielleicht sogar mal eine Perspektive einzunehmen, die ganz weit von eurer weg ist.
00:19:35: Das bringt meistens ganz besonders viel weil man nochmal ne neue Sichtweise auf Dinge hat.
00:19:45: also noch einmal konkret die Frage wo kann ich in meinem Leben gerade mich gerade in diesem Gleichnis einordnen oder wo kann es überhaupt nicht?
00:19:57: Und was kann ich mir daraus dann ziehen?
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